:::: interview cyberfeminismus #04: girls can blog

7 May
Photo by @veggie_love

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e-mail-interview am 24.03.2013 und 01.05.2013 mit annina, editor von GIRLS CAN BLOG.

# wann und mit welcher idee hast du damals GIRLS CAN BLOG (GCB) ins leben gerufen?

GCB gibt es seit 2010. damals wollte ich durch bloggerinnen-portraits frauen im internet sichtbarer machen und die vernetzung untereinander stärken helfen.

# mit welchen (kollektiven) akteuren hast du dich damals vernetzt?

besonders die mädchenmannschaft hat mich anfangs sehr unterstützt, wofür ich ihr heute noch dankbar bin. daraus haben sich zum beispiel persönliche Kontakte zu helga hansen und susanne klingner (beides ehemalige mitglieder) sowie nadine lantzsch, magda albrecht und nadia shehadeh ergeben. darüber hinaus habe ich schnell anne roth und teresa bücker kennengelernt. und dann natürlich online noch jede Menge anderer frauen wie antje schrupp, die ich jetzt nicht alle aufzählen kann und zum teil auch gar nicht namentlich kenne.

# hast du verbindung zu anderen feministischen akteuren  im nicht-deutschprachigen web?

ich bin nach dem young media summit von 2010 noch über facebook und instagram mit lina ben mhenni in kontakt. außerdem mit verschiedenen amerikanischen bloggerinnen, die sich hin und wieder des themas annehmen. manche von ihnen entstammen der dortigen LGBT-Szene, andere sogar der yoga-Szene.

# welche rolle spielen bilder in deiner online-kommunikation?

ich nutze beispielsweise instagram sehr gerne, stelle auch manchmal fotos auf meinen blog. insgesamt lege ich aber mehr wert auf fakten als ein hübsches äußeres. obwohl die kombination von beidem natürlich ideal ist.

# wenn du auf das deutschsprachige feministische web schaust, was hat sich seit beginn deines blogs verändert und was ist gleich geblieben?

zunächst wuchs die szene rasant zu einer großen einheit, die zwischenzeitlich leider wieder auseinanderbröckelt. es gibt gewisse radikalisierungstendenzen und einzelinteressen, die nicht alle ursprünglich an einem austausch unter frauen interessierten bloggerinnen mitmachen oder betreffen. schön ist, dass immer mehr frauen den weg in die öffentlichkeit und auf panels finden. gleich geblieben ist, dass man die meisten organisatoren und medienmacher auch heute noch daran erinnern muss, dass frauen mit aufs podium gehören. gleich geblieben ist auch, dass die meisten leute außerhalb der digiszene immer noch nur blogs von männern nennen können. wenigstens innerhalb der szene hat sich das aber ein bisschen verändert, finde ich.

# kann man von einer feministischen community im deutschsprachigen web sprechen? wenn ja, wann hat die sich deiner meinung nach herausgebildet? wenn nein, warum nicht?

ich denke schon, dass wir von einer feministischen community im deutschsprachigen web sprechen können. cer harte kern dieser community hat sich um die mädchenmannschaft, die girls on web society und später die digital media women gruppiert. es sind also mehrere sub-communities, deren hauptakteurinnen die meisten beteiligten inzwischen kennen. die interessen der einzelnen gruppenmitglieder sind aber natürlich jeweils sehr verschieden, so dass die damen nicht über einen kamm geschoren werden sollten. es gibt sehr viele unterschiedliche meinungen zu fast allen themen.

# lieben dank annina.

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