:::: grenzen im kopf (rezension im miniformat)

15 Nov
der artikel von sophia schubert und holger zapf ist schon etwas älter, aber deswegen nicht veraltet, denn er stellt die nach wie vor zentrale frage nach dem gelebten verständnis von transkulturalität in der politischen theorie und der politischen kulturforschung. sehr interessant finde ich die tabelle auf s. 150 – hier v. a. die kategorie ‘diversitätsforschung’, die einen weiten begriff politischer kultur zugrunde legt. leider beziehen sich die autor_innen ausschließlich auf quantitative forschungen und stellen so in ihrer zusammenschau der verschiedenen forschungsannahmen den einfluss von kultur auf gesellschaft eher als einbahnstrasse dar (vgl. die dortige abbildung auf s. 154).  interpretative ansätze der politischen kulturforschung  – etwa von karl rohe oder später dann andreas dörner – bzw. ansätze aus den cultural studies werden nicht diskutiert. schade, bietet das ‘magische’ dreieck von kultur, identität und macht gerade für einen transkulturellen blick auf politische kulturen zahlreiche anknüpfungspunkte.
hingegen finde ich den bezug auf fred dallmayr inspirierend: sollten wir uns nicht bei interpretativer forschung zu politischen kukturen immer fragen, ob wir nicht selbstbeschreibungen eher/leichter entdecken und verstehen können, die der ‘eigenen kultur’ näher sind? und wie können wir dieses dilemma lösen? ideen dürften die ergebnisse dieses forschungsprojekts zur transkulturalität der menschenrechte vielleicht geben.

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